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HIAP: Wenn Gesundheit keine Grenzen kennt – Der Masterplan für starke Regionen

HIAP in der Praxis: Mit der „Tu was“-Initiative erhalten KMUs Ihrer Region kostenfreien Zugang zu GB|Work. Machen Sie Gesundheit jetzt zum Standortfaktor.

Gesundheit entsteht dort, wo wir leben, lernen, spielen – und vor allem dort, wo wir arbeiten.

Lange Zeit wurde Gesundheitspolitik in Silos gedacht: Hier das Krankenhaus, dort die Stadtplanung, drüben die Wirtschaftsförderung und irgendwo gibt es noch ein paar Präventionskurse. Doch eine Region ist immer auch wie ein lebendiger Organismus. Wenn ein Bereich kränkelt, leidet das Ganze. Genau hier setzt ein Prinzip an, das weltweit für zukunftsfähige Gesellschaften gilt und auch in Deutschland immer öfter diskutiert wird. HIAP – Health in All Policies.

Es ist der Gedanke, dass Gesundheit eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe ist. Und mit der Edition „Gesunde Regionen“ von GB|Work liefern wir ein fehlendes Puzzleteil, um diesen Ansatz in die lokale Wirtschaft zu tragen.

Bild von Stefan Zipperer
Stefan Zipperer
Unternehmer, Visionär und Mitgründer von Gesundheit Bewegt. Als Teil der 55+ Generation versuche ich täglich Gesundheit nicht als Pflicht, sondern als Lifestyle zu leben. Meine Themen: Prävention, Longevity, Gesundheitskompetenz, AI in der Prävention und Storytelling & Healthtainment – für eine neue Gesundheitskultur in Unternehmen, Regionen und im persönlichen Alltag. #Tu was

Was bedeutet HIAP konkret?

Health in All Policies (HIAP) ist eine Abkürzung, wichtiger ist aber die Idee dahinter. Der Ansatz fordert, dass alle Politikbereiche – von der Stadtentwicklung über die Bildung bis hin zur Wirtschaft – die gesundheitlichen Auswirkungen ihrer Entscheidungen mitdenken.

Warum? Weil wir wissen, dass ein Radweg mehr für die Herzgesundheit tun kann als eine Pillendose. Weil wir wissen, dass Bildung der beste Impfstoff gegen Ungleichheit ist.

Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) und das deutsche Präventionsgesetz treiben diesen Ansatz voran, um sogenannte “Co-Benefits” zu schaffen: Was gut für die Gesundheit ist, ist oft auch gut für das Klima, die soziale Gerechtigkeit und die ökonomische Stabilität.

Die Kernprinzipien sind:

  • Intersektorale Zusammenarbeit: Weg vom Einzelkämpfertum, hin zur Allianz.
  • Chancengleichheit: Gesundheit darf kein Privileg sein.
  • Salutogenese: Nicht nur Krankheiten bekämpfen, sondern Wohlbefinden aktiv fördern.

Die Herausforderung für gesunde Regionen: Die „Lebenswelt Arbeit“ integrieren

Einige Kommunen sind bereits HIAP-Pioniere. Sie bauen grünere Städte, fördern Sportvereine und optimieren Schulen. Doch es gibt noch eine große Lücke in dieser Strategie: Die lokalen Unternehmen.

Die meisten Menschen verbringen den Großteil ihrer Zeit am Arbeitsplatz. Doch gerade für den Mittelstand und kleine Unternehmen (KMU) sind professionelle Gesundheitsstrukturen oft zu teuer oder zu komplex. Damit bleibt ein riesiges Potenzial für die regionale Gesundheit ungenutzt.

Lassen Sie diese Zahlen auf sich wirken (Quelle, Institut für Mittelstandsforschung, 2023, KMUs sind alle Unternehmen < 250 Mitarbeitenden).

Mio. KMUs
% aller Firmen
Mio. Beschäftigte
% aller Azubis

Wie füllen wir diese Lücke,
ohne die Unternehmen finanziell zu belasten?

Wir wollen diese Lücke schließen.
Mutig? Ja, vielleicht. Aber uns liegt Prävention am Herzen und Zeit verschwenden wollen wir nicht.
Deshalb haben wir die #Tuwas-Initiative gegründet.
Für jetzt. 

GB|Work und die „Tu was“-Initiative: So wird aus Theorie Praxis

Health in All Policies scheitert oft genau an einer Stelle: am Werkstor kleinerer Betriebe. Einem Handwerksmeister oder einem lokalen Dienstleister fehlen meist Zeit und Budget, um politische Gesundheitsziele im eigenen Betrieb umzusetzen. Für Krankenkassen ist die Vielzahl der Betriebe, trotz Präventionsauftrag schwer zu erreichen. 

Deshalb haben wir uns das genauer angeschaut, die Erfahrung aus 10 Jahren BGF und BGM genutzt und HIAP von einem politischen Papier und einem Denkansatz in gelebte Realität umgesetzt.

Mit der Tu was-Initiative stellen wir GB|Work den meist mittelständischen und kleinen Unternehmen einer Region kostenfrei zur Verfügung.

Könnte das nicht ein Gamechanger für die gesunde Region sein? Wir integrieren die „Lebenswelt Arbeit“ nahtlos in die kommunale Gesundheitsstrategie. Wir nehmen den Unternehmen die Last der Investition und geben ihnen stattdessen ein Werkzeug an die Hand, das sofort wirkt. Anstatt an die Verantwortung der Unternehmen zu appellieren, liefern wir die Lösung frei Haus.

Unser Ziel: Regionale Förderer finden, die ergänzende Aktionen und zusätzliche Community-Funktionen aus dem GB|Work+ Baukasten mitfinanzieren.
Lassen Sie uns über eine Win-win-Situation sprechen.

Screenshot GB_Work-Programm

Konkrete Praxisvorteile für die Regionalentwicklung

  • Lückenschluss: Die Kommune plant Gesundheitsziele (z.B. Bewegungsförderung), und über GB|Work kommen diese Impulse direkt dort an, wo die Bürger ihren Tag verbringen – am Arbeitsplatz.
  • Sektorübergreifende Synergie: Die Wirtschaftsförderung kann Unternehmen etwas bieten, das die Gesundheit fördert (HIAP in Reinkultur).
  • Hürdenabbau: Wir beseitigen das finanzielle Risiko für Unternehmen. Gesundheit wird vom Kostenfaktor zum Standortvorteil.
  • Abbau von Ungleichheit: Auch Mitarbeiter in kleinen Handwerksbetrieben oder im Einzelhandel erhalten Zugang zu digitalem Gesundheitscoaching, nicht nur Konzernangestellte.
  • Messbare Erfolge: Durch die digitalen Prozesse in GB|Work wird Gesundheit in der Region sichtbar und steuerbar – ein entscheidender Vorteil für politische Entscheidungsträger. Natürlich komplett DSGVO-konform und die Daten liegen in deutschen Rechenzentren.

So wird die „Lebenswelt Arbeit“ nicht durch abstrakte Konzepte, sondern durch ein funktionierendes, digitales Werkzeug Teil der gesunden Region.

Das Vorgehen: Einfach machen statt lange planen

Wir brauchen nicht lange, um zu starten. Das ist der Vorteil unserer bei Krankenkassen praxiserprobten, digitalen Plattform. Die Tu was-Initiative stellt die digitale Infrastruktur bereits kostenfrei zur Verfügung. Die Aufgabe der Region ist nicht die Entwicklung, sondern Kommunikation und Verteilung.

So sieht der pragmatische Weg aus:

Schritt 1: Der sofortige Start (Die Basis)

Wir warten nicht auf Fördergelder. Die Basis-Edition von GB|Work steht für alle KMUs der Region bereit. Der Aufwand für die Kommune: Null Euro. Die Haltung: Wir fangen einfach an. Prävention duldet keinen Aufschub.

Schritt 2: Die Kommunikation (Der Verteiler)

Die Wirtschaftsförderung nutzt ihre bestehenden Kanäle (Newsletter, Unternehmensverteiler, Website). Die Botschaft ist simpel: „Liebe Unternehmen, im Rahmen unserer Initiative ‘Gesunde Region / Gesundheitsregion plus’ können Sie ab sofort das digitale Gesundheitstool GB|Work kostenfrei für Ihre Belegschaft nutzen. Hier ist der Link zur Registrierung.“ Die Unternehmen melden sich selbstständig digital an. Es entsteht kein Verwaltungsaufwand im Rathaus.

Schritt 3: Der Ausbau (Das „Mehr“)

Wenn die Basis läuft und die ersten Unternehmen dabei sind, schauen wir weiter. Wollen wir eine regionsweite Schritt-Challenge starten? Welche lokalen Partner können wir integrieren? Wollen wir spezielle Inhalte für Azubis freischalten? Jetzt holen wir Krankenkassen, Versicherungen, Sparkassen, Volksbanken oder interessierte große, lokale Partner an Bord, um diese zusätzlichen Aktionen zu finanzieren. Wir verkaufen keine vagen Ideen, sondern bauen auf einer aktiven Nutzerbasis auf.

Ihre Rolle bei der Umsetzung

Damit HIAP (Health in All Policies) funktioniert, muss jeder seinen Hebel nutzen:

  • Der Bürgermeister / Landrat: Sie geben das „Go“. Eine einfache Entscheidung: „Wir nutzen das kostenfreie Angebot der Initiative und machen es unseren Betrieben zugänglich.“
  • Der Wirtschaftsförderer: Sie sind das Scharnier. Sie müssen das Tool nicht erklären oder verkaufen. Sie müssen nur den Zugangsweg freimachen und den Link verteilen. Sie machen Gesundheit zu einem Service Ihrer Abteilung.
  • Der Landtagsabgeordnete: Sie tragen den Erfolg nach außen. Wenn die Region zeigt, dass Prävention ohne Bürokratie funktioniert, ist das ein Modell für das ganze Land.

Fazit: Ein Gewinn für alle

HIAP fordert uns auf, Gesundheit überall dort zu fördern, wo Entscheidungen getroffen werden. Indem wir GB|Work über die „Tu was“-Initiative in die Region bringen, machen wir aus Unternehmen Partner der Gesundheitspolitik.

Drei Dinge zum Merken

  • Gesundheit ist Standortpolitik: HIAP ist mehr als ein Gesundheitskonzept; es ist Wirtschaftsförderung. Eine Region, die die Gesundheit ihrer Arbeitskräfte aktiv managt, schafft einen harten Wettbewerbsvorteil im Kampf um Fachkräfte.
  • Kostenlos statt kompliziert: Die größte Hürde für KMUs ist das Budget. Die „Tu was“-Initiative reißt diese Hürde ein. Die Basis-Versorgung ist kostenfrei – das macht die Entscheidung für Bürgermeister und Firmeninhaber zum „No-Brainer“.
  • Verteilung schlägt Entwicklung: Die Technik ist fertig. Die Region muss das Rad nicht neu erfinden, sondern es nur ins Rollen bringen. Ihre Aufgabe ist Kommunikation, nicht Konzeption.

Wir schaffen vitale Unternehmen, entlastete Gesundheitssysteme und eine attraktive, gesunde Region.
Lassen Sie uns HIAP nicht nur diskutieren. Lassen Sie uns die gesunde Region bauen.

FAQs zu HiAP - Health in All Policies

Warum sollte ich mich als Stadtplaner mit betrieblichem Gesundheitsmanagement (BGM) beschäftigen?
Weil Gesundheit heute ein harter Standortfaktor. Mit der Integration der „Lebenswelt Arbeit“ über GB|Work in das regionale Konzept steigern wir die Attraktivität für Fachkräfte und Unternehmen. Es ist der digitale Zwilling zur physischen Infrastruktur (z.B. Radwege).

Wie unterstützt GB|Work den HIAP-Ansatz in meiner städtebaulichen Strategie?
HIAP fordert, Gesundheit in allen Ressorts mitzudenken. GB|Work liefert die praktische Umsetzung für den Sektor „Wirtschaft“. Indem wir Unternehmen gesundheitlich stärken, entlasten wir soziale Sicherungssysteme und fördern Chancengleichheit – zentrale Ziele einer nachhaltigen Stadtentwicklung.

Erzeugt das zusätzlichen Verwaltungsaufwand für mein Planungsamt?
Nein. GB|Work fungiert als „Self-Running-System“. Die „Tu was“-Initiative läuft digital und autonom. Sie müssen keine Kurse organisieren oder verwalten. Ihre Rolle ist die des strategischen Ermöglichers, nicht die des operativen Verwalters.

Kann ich die Daten aus der App für meine Planung nutzen?
Ja, das ist langfristig möglich. Über anonymisierte, aggregierte Daten  könnten wir erkennen, wo Stress-Hotspots liegen oder wo Bewegungsmangel herrscht. Das liefert wertvolle Indikatoren für die Bedarfsplanung von Grünflächen, Sportanlagen oder Beruhigungszonen.

Wie passt das zu unseren Nachhaltigkeitszielen (SDGs)?
Perfekt. GB|Work zahlt direkt auf SDG 3 (Gesundheit und Wohlergehen) und SDG 8 (Menschenwürdige Arbeit und Wirtschaftswachstum) ein. Die Edition „Gesunde Regionen“ ist ein nachweisbarer Baustein für Ihren Nachhaltigkeitsbericht.

Wir bauen Radwege – wie verknüpft sich die App damit?
Wir können lokale Infrastruktur in die App integrieren (Blended Care). Die App kann Mitarbeiter dazu anstupsen, den neuen Radweg zur Arbeit zu nutzen oder die Mittagspause im neu angelegten Park zu verbringen. So wird Ihre Infrastruktur aktiv belebt.

Quellen

Bundesministerium für Gesundheit (BMG). (2015). Gesetz zur Stärkung der Gesundheitsförderung und der Prävention (Präventionsgesetz – PrävG). Berlin: Bundesanzeiger Verlag.

Geene, R., & Gold, C. (2019). Gesundheit für alle: Wie können Kommunen zur Gesundheitsförderung beitragen? In: Public Health Forum, 27(1), 23–26.

Guggenheim, D. (2020). Health in All Policies: Ein Ansatz für die kommunale Praxis. Bern: Hogrefe Verlag.

Kickbusch, I. (2010). Health in All Policies: The Evolution of the Concept. In: Kickbusch, I., & Buckett, K. (Eds.), Implementing Health in All Policies: Adelaide 2010. Adelaide: Government of South Australia.

Kooperationsverbund Gesundheitliche Chancengleichheit. (2021). Gesundheitliche Chancengleichheit in allen Politikbereichen fördern. Berlin: BZgA.

Leppo, K., Ollila, E., Peña, S., Wismar, M., & Cook, S. (2013). Health in All Policies: Seizing Opportunities, Implementing Policies. Helsinki: Ministry of Social Affairs and Health, Finland.

Marmot, M., & Bell, R. (2012). Fair Society, Healthy Lives. In: Public Health, 126(1), S4–S10.

Rosenbrock, R., & Gerlinger, T. (2014). Gesundheitspolitik: Eine systematische Einführung. 3. Auflage. Bern: Hogrefe.

Weltgesundheitsorganisation (WHO). (2013). Helsinki-Erklärung zu Health in All Policies. 8. Globale Konferenz zur Gesundheitsförderung. Helsinki: WHO.

Transparenz und Qualitätshinweise

Autorenschaft: Dieser Artikel wurde mit Unterstützung von  Gemini 3 erstellt. Thema, Storyline und Schlussfolgerungen wurden vom Gesundheit Bewegt-Redaktionsteam erstellt.

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Version:

  • Erstveröffentlichung: 04.01.2026

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