Mehr Dienstleistungsjobs, mehr Stress?

GESUNDHEIT|BEWEGT hilft gegen Stress

Das lesen Sie hier | Europas Angestellte leiden immer häufiger unter Erkrankungen der Psyche. Das stellt für viele Betriebe ein wachsendes Gesundheitsrisiko dar. Häufig bekommen jedoch psychische Belastungen einen Tabu-Stempel verpasst. Vor allem in Deutschland könnten die Hilfe-Maßnahmen noch deutlich ausgebaut werden.

Europas Unternehmen stufen psychosoziale Erkrankungen durch Stress bei ihren Angestellten als das wichtigste Sicherheits- und Gesundheitsrisiko ein. Zu diesem Ergebnis kommt neue Studie der Europäischen Agentur für Sicherheit und Gesundheitsschutz am Arbeitsplatz (EU-OSHA).

Neue und wachsende Risiken durch Stress

Die Europäische Agentur für Sicherheit und Gesundheitsschutz am Arbeitsplatz (EU-OSHA) hat 2014 im Rahmen der zweiten europäischen Unternehmensbefragung (ESENER-2) rund 50.000 Betriebe in 36 europäischen Ländern untersucht. Das Ergebnis: die Unternehmen halten psychosoziale, sowie Muskel-Skelett-Erkrankungen für die größten Gesundheitsrisiken in ihren Betrieben.

Herausforderung psychosoziale Erkrankungen

Deshalb ist die Beurteilung und Identifizierung der gefährlichen Situationen eine der wichtigsten Maßnahmen für Sicherheit und Gesundheit der Beschäftigten. Als größte Herausforderung nannten die Studien-Teilnehmer dabei folgende psychische Risiken:

  • 58% | Umgang mit schwierigen Kunden, Patienten, Schülern etc.
  • 43% | Zeitdruck
  • 23% | Überstunden oder unregelmäßige Arbeitszeiten
  • 17% | Schlechte Kommunikation oder Zusammenarbeit innerhalb des Betriebs
  • 15% | Arbeitsplatzunsicherheit
  • 13% | Mangelnder Einfluss der Beschäftigten auf Arbeitstempo oder Arbeitsprozesse
  • 2% | Diskriminierung, z. B. aufgrund von Geschlecht, Alter oder ethnischer Herkunft

Besonders Beschäftigte im Bildungs-, Gesundheits- und Sozialwesen sowie im Dienstleistungssektor klagen über psychosoziale Risiken. Denn wer viel mit Menschen zu tun hat, gerät vor allem im zwischenmenschlichen Bereich auch immer wieder in Konfliktsituationen. In der Summe führt das zu Stress und somit auch zu psychosozialen Erkrankungen.

Tabu brechen und über Stress sprechen

Häufig bekommen psychische Belastungen in Betrieben immer noch den Stempel Tabuthema. Viele Betroffene trauen sich nicht, darüber zu sprechen, wenn sie unter Druck stehen oder dauerhaft hohen Stress empfinden. Auch ist professionelle Hilfe, wie etwa von externen Psychologen, in deutschen Firmen eher verpönt. Lediglich 16 Prozent aller befragten Betriebe holen sich Hilfe, das ist weniger als der EU-Durchschnitt. Die Spitzenreiter Finnland und Schweden gehen mit dem sensiblen Thema sehr offen um. Dort arbeiten rund 60 Prozent der Betriebe mit internen oder externen Psychologen zusammen.

Zeit zu Handeln, Stressthemen in Unternehmen aktiv angehen

Deshalb heißt das für Deutschland: die Hilfe bei psychischer Belastung kann und sollte noch deutlich ausgebaut werden.

Die Studie ESENER-2 identifiziert als wichtige Maßnahmen:

  • vertrauliche Beratungsangebote,
  • Änderungen von langen oder unregelmäßigen Arbeitszeiten und
  • mehr Angebote zu Konfliktlösungsverfahren.

Neben diesen organisatorischen Maßnahmen können die Mitarbeiter in den Betrieben auch präventiv auf Stresssituation vorbereitet werden. Stresskompetenz aufbauen, die eigene Work-Life Balance überprüfen und gegebenenfalls justieren oder Achtsamkeit erlernen sind ebenfalls Ansatzpunkte für ein Betriebliches Gesundheitsmanagement.

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Der Stress im Berufsleben steigt kontinuierlich. Nutzen Sie Online-Tools von GESUNDHEIT|BEWEGT und zeigen Sie dem Stress die rote Karte.
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